Der Beitrag von Analogia Project zum LEMA-Katalog arbeitet an der Beziehung zwischen Wand, Oberfläche und häuslicher Nutzung. Ihre Entwürfe begleiten das Leben im Zuhause mit Elementen, die den Raum gestalten, ohne zu überladen, das Licht reflektieren und den Räumen visuelle Tiefe verleihen. Das Interesse ist nicht nur dekorativ: Spiegel, Oberflächen und ergänzende Einrichtungsgegenstände helfen, die Wahrnehmung der Innenräume fließender zu gestalten und Eingänge, Wohnbereiche sowie Bereiche für die persönliche Pflege aufzuwerten. Die Forschung des Studios zeigt sich in der Fähigkeit, grafische Zeichen, Bild und Funktion zu vereinen und essenzielle Elemente in leichte, aber wirkungsvolle Präsenz zu verwandeln. Daraus ergibt sich eine Lesart des Mobiliars, die der angewandten Kunst nahekommt, aber stets mit dem realen Gebrauch des Wohnraums verbunden bleibt.
Analogia Project entsteht als offene gestalterische Forschung, an der Schnittstelle zwischen Design, Bildsprache und Materialexperimenten. Die Arbeitsweise des Studios beginnt häufig mit einer starken visuellen Idee, die anschließend in nutzbare und technisch realisierbare Objekte übersetzt wird. In dieser Perspektive ist die Oberfläche nicht nur eine Veredelung: Sie wird zu einem Instrument, um Tiefe, Reflexionen und Beziehungen zur Umgebung zu schaffen. Das charakteristische Merkmal ist die Fähigkeit, eine konzeptuelle Recherche zugänglich zu machen und dabei einen rein dekorativen Effekt zu vermeiden. Innerhalb des LEMA-Katalogs erweitert dieser Ansatz die Rolle des Accessoires, das als Element gedacht ist, das die Wahrnehmung des Wohnraums verändern kann. Das prägende Merkmal bleibt die Fähigkeit, ein einfaches Objekt in ein sinnliches Erlebnis zu verwandeln.